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  • tamarautinu

Sultanie Thermalbad


Der Tipp von Erdogan war ganz ok, ein Streifen Kies, mit bereits zwei kleinen Campern beparkt, beides Türken, auf beiden Seiten Meer. Aber da das Wetter mässig war, war es dann doch nicht begeisternd. Deswegen fuhren wir am nächsten Tag weiter. Nach ein paar Brötchen in der Bäckerei, die wir am Vortag entdeckt hatten, kam schon wieder ein richtig heftiger Regen daher, wie des öftern in den letzten Tagen, und wir flüchteten uns in ein kleines Restaurant am See, um das schlechte Wetter für Schule zu nutzen. Am Abend fuhren wir noch ans andere Ende des Sees und schlugen dort unser Dachzelt auf.

Am Morgen wurde ich von Rauch geweckt, und fragte mich woher der wohl kommt. Ich schaute aus dem Dachzelt und sah, dass er vom See kommt. Also stand ich auf und ging nachschauen und entdeckte Jon, der ein kleines Feuerchen machte. Papa sagte dann, dass er es ausmachen soll und ich ging wieder zu unserem Auto. Nach dem Frühstück packten wir zusammen und fuhren zu den Thermalbädern. Dort angekommen, der Eintritt kostete nur 20LG, kaum ein Franken, gingen wir sofort ins erste Bad, über dem ein Schild hing, auf dem es unter anderem «Bayan» hiess. Mami wusste, dass das «Frauen» hiess, aber hiess es nun «nur für Frauen» oder «Frauen verboten?» Da gerade niemand drin war, gingen wir alle hinein. Das Bad war am Anfang ziemlich heiss, doch dann ging es. Meo wollte nicht ins Wasser, weil ihn eine Wunde brannte. Wir blieben noch eine Weile und Jon und ich wollten dann ins Schlammbad gehen. Wir fanden es nicht, und Papa war schon in den See gesprungen und sagte, dass wir auch kommen sollten. Also sprangen wir auch in den See. Der See war sehr erfrischend nach dem heissen Bad, war aber auch nicht zu kalt. Wir schwammen also noch ein bisschen im See und machten uns dann wider auf die Suche nach dem Schlammbad. Wir fanden es dann sehr bald und begannen uns mit Schlamm einzuschmieren. Wir wollten es dann sofort abwaschen und sprangen in den See, der gerade daneben war, dann sahen wir Einheimische, die den Schlamm trocknen liessen und ihn erst dann abwischten. Also ging die Schlammparty für uns wieder von vorne los. Inzwischen kamen immer mehr Leute, die über den See mit einem Boot dahin gekommen waren. Mami fing dann irgendwann mit einer Frau zu sprechen an, die krank war und hoffte, dass der Schlamm ihre Schmerzen lindern würde, denn ihre Mutter sei schon einmal hier gewesen und bei ihr wirkte der Schlamm sehr gut. Nachdem der Schlamm an uns getrocknet war, sind wir sofort in den See gesprungen um den Schlamm abzuwaschen. Wir schwammen noch ein bisschen im See herum und Mami und Papa gingen zu Mittag machen und Jon und ich blieben noch ein bisschen. Als ich dann aus dem Wasser wollte, schwamm ich ans Ufer und etwa einen halben Meter vor dem Ufer sah ich eine Schlange mit einem Fisch im Maul vor mir. Ich erschrak sehr und schwamm sofort an einen anderen Ort, um aus dem Wasser zu kommen. Jon und mich interessierte es natürlich trotzdem, ob die Schlange immer noch dort sei, und wir gingen nachschauen. Sie war tatsächlich noch dort mit dem Fisch im Mund, doch als sie dann uns entdeckte, liess sie den Fisch fallen und schlängelte davon. Der Fisch hopste noch ein paarmal auf dem Boden und kam dann ins Wasser und schwamm davon. Wir gingen dann zu unserem Auto und dort erwartete uns ein fertiges Essen. Mittlerweilen regnete es wieder wie aus Kübeln und wir assen hinter dem Auto unter der offenen Hecktür.


Nach dem Mittagessen gingen wir uns nochmal mit Schlamm einschmieren, nahmen ein heisses Bad, bei dem es anfing, zu gewittern und wir nicht mehr in den See durften, und wir uns deshalb zum Abkühlen in den Regen stellten, und gingen dann zu unserem Auto und fuhren weiter. Da wir grad in der Nähe waren, machten wir eine kleinen Abstecher, um die eindrucksvollen Felsengräber zu bestaunen, und nahmen dann eine Fähre über einen Fluss, erhielten frische Zitronen geschenkt, und fragten wo man günstig essen könne, und uns wurde ein Locantasi empfohlen zu dem wir dann zu Fuss gingen, weil Mami noch durch das Städtchen schlendern wollte, und ein sehr leckeres Abendessen assen. Zum Zurücklaufen kauften wir uns noch ein Eis, und fuhren dann auf einen Berg, auf dem Jon, Meo und ich ein Feuer in einer Felsspalte machten und verbrachten dann eine wolkenlose Nacht mit einem wunderschönen, grossen Mond.

Ben



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